"Luftfilter -Umbau "

05.03.2008
Die Saharatour kommt näher und alles was damit zusammenhängt ist einerseits sehr fazinierend,
aber andererseits bedeutet das auch extreme Belastung für´s Material.
Um den Motor einigermaßen vor "Verstopfung" (und Verschleiß) durch den feinen Sand zu schützen
habe ich mir folgenden Vorschaltfilter für die Wüste überlegt.

02.05.2008
- Nach dem Trip in die Wüste habe ich den Umbau zum Sportluftfilter vorgenommen
15.11.2008 - Weitere Modifikationen / Verbesserungen

Dies ist effektiv ein dem originalen Liuuftfilter noch vorgeschalteter Zusatzluftfilter, an den man aber leichter dran kommt - zum Reinigen.

Damit aber der Motor/Vergaser nicht durch den zusätzlichen Filter am Unterdruck "leidet" - sprich zuviel Sprit im Verhältnis zur Luft ansaugt - habe ich zunächst den gesamten Zuluftquerschnitt vergrößert.

Voher: ~0,012 m² (Lufteintritt 25,4mm x 48 mm)
Nachher: 0,044m² (DN75 Rohr)

Danach habe ich den übergroßen Zusatzluftfilter montiert. Wie - seht unten.

Zuerst mal den Seitendeckel dem Rohr anpassen
und die obere Plastikabdeckung bearbeiten (s.unten)

Das Rohr habe ich dann von außen und innen - NACH dem Justieren als komplette Einheit - mit Heißkleber verklebt.

Da der Filter später "erreichbar" aber dennoch unauffällig plaziert sein soll, habe ich mich entschlossen einen radikalen Schritt zu tun.

Das Rohr des Gepäckträgers (im Bild) ist dafür aber im Weg ....

...und muß weg !

Den Luftfilter habe ich einfach mit Gewebeband stumpf auf einem 15° DN75 Rohr befestigt.

Das obere Ende des Luftfilters habe ich mittig mit 5,5mm durchbohrt, eine M5 Schraube mit Unterlegscheibe von innen reingesteckt und von oben gekontert, so daß ein Pin übersteht.

Drumrum noch dickes Mossgummi (etwas höher als die Mutter) als schwingende Auflage für den "Regen-Überzug"

Der "Regenüberzug" ist nichts anderes als ein DN110-Rohr mit Deckel und entsprechendem Loch in der Mitte zur Aufnahme des Pins.

Eingebaut sieht das schon mal so aus.
Der Luftfilter kommt genau zwischen den 2 verbliebenen Streben des Gepäckträgers raus.

Vorne die Halterung ist übrigends die Halterung der Werkzeugtasche - nur zur Orientierung.

Jetzt den "Regenüberzug" (hier blau abgetaped) über den Filter stülpen und....

...passt haargenau dazwischen, sprich die verbliebenen Rohre halten den Überzug genau in Position.

Oben noch eine Flügemutter drauf (fehlt hier noch) und die Sache ist fertig.

Der verbleibende Querschnitt zwischen Überzug und Filter beläuft sich auf : ~0,015m² - also geringfügig mehr als im Original-Lufteintritt (schmalste Stelle)

Das sollte also reichen um dem Motor genug Luft zu geben. Der Übergroße Filter sollte gleichfalls auf Grund der geringeren Durchtrittsgeschwindigkeit kein echtes Problem darstellen.

Ich erhoffe mir allerdings durch die 2-fache Filterung und die bessere Zugänglichkeit des Filters mit einfacherer Demontage - einfach das 15° DN75 Rohr inklusive Filter abziehen - einen positiven Effekt.

.... in der WÜSTE....

Der Wüstenfilter hat in der Sahara einwandfrei funktioniert - kein bisschen Sand / Staub im Hauptpapierfilter - der sah danach naoch aus wie neu.

Da ich aber von vorneherein auf "Zuwachs" geplant hatte, habe ich jetzt umgerüstet auf einen
Sportluftfilter

Eine relativ großer - für den Motor eigentlich VIEL zu großer Sportluftfilter vom Autionshaus Nr.1 ....

Wichtig war mir aber das Anschlußmaß, nämlich die 68mm außen, die dann perfekt in das DN75 Rohr vom Wüsten(vor)Filter passten.

So mußte ich effektiv nur ein entsprechendes gerades Rohr ablängen und am Ende etwas einsägen, damit die Rohrschelle den Luftfilter festsetzen kann.

Das theoretisch mögliche, größere, verfügbare Luftvolumen macht sich zwar bemerkbar, aber da die Luft nach wie vor durch den kompletten Ansaugweg - inklusive Luftfilterkasten (ohne Filter) muß - hat der Motor (so weit) keine Probleme.

Der Optik wegen habe ich dann noch Gehäsuedeckel und Rohre schwarz lackiert....

 

Genialerweise passt der Luftfilter so gut in den angefertigten Ausschnitt, daß da nichts mehr wackelt...

Den originalen Papierfilter habe ich jetzt ausgebaut, aber das Filtergehäuse von innen auf beiden Seiten mit Karrosserie-Dämmplatten (selbstlklebend) beklebt.

Das hat 2 Gründe.
Zum Einen kann das jetzt leere Gehäuse nicht so rappeln, aber zum Anderen wird akustisch eine potentiell sich im Gehäuse aufbauende "stehende Welle" (Resonanz) verhindert.
Fakt ist - der Motor läuft tatsächlich ruhiger und das Ansauggeeräusch ist ebenfalls recht leise.

So, nach der Probefahrt zeigt sich, daß durch den zu geringen Widerstand des Luftfilters im unteren Drehzahlberich nicht genügend Unterdruck aufgebaut wird um ausreiched Sprit anzusaugen.

Der Motor läuft zwar sauber im Leerlauf durch alle Drehzahlen, aber unter Last fehlt die Leistung = Sprit.

Also habe ich jetzt erst mal den Luftfilter provisorisch abgeklebt um zu testen, wann es besser wird...

Wie auf dem Bild zu sehen, muß schon Einiges abgeklebt werden....

der nächste Schritt wird also eine Art Mebran im Rohr sein sein , um den Querschnitt für die Ansaugung zu verengen...

..bevor der neue Düsenstock zum Einsatz kommt...

Winterzeit - Umrüstzeit

So ganz war ich mit der bisheringen Luftfilter Lösung noch nicht zufrieden, aber manchmal braucht es halt eine Weile, bis
einem die richtigen Gedanken kommen.
Folgende Punkte mußten/sollten daher noch verbessert werden.

Die Klebestreifen mußten weg - aber gleichzeitig darf durch den übergroßen Luftfilter weder der Unterdruck für den
Vergaser zu gering und das Ansauggeräusch zu laut werden.

Also habe ich jetzt in den Luftfilter zusätzlich einen schwerentflammbaren Akustik-Schaumstoff aus dem Audio-Zubehör eingesetzt.
Der verringert gleichzeitig akustische Resonanzen und reduzeirt den Ansaugquerschnitt auf das "ursprüngliche" Maß.

 

Die schwarze Lackfarbe hält einfach nicht auf dem PP-Rohr und die blaue Farbe des Luftfilter - so gut sie passte - blätterte schon ab.

Da hilft nur eins: "Unterbodenschutz" ;-))
Erfahrungsgemäß hält der selbst auf PP bombenfest.

Den Luftfilterkasten habe ich dann auch noch gleich modifiziert. Einerseits von außen mit Unterbodenschutz und andererseits von innen mit akustikmatten aus dem Autobedarf.

Außerdem habe ich den mehr oder weniger sinnlosen 2.Kasten am Luftfiltergehäuse demoniert und den Unterdruck- und Ablaßschlauch direkt am Übergangsstück befestigt (Sekundenkleber läßt grüßen)

Damit entfällt dann auch ein lästiger "Klapperkasten" im wahrsten Sinne des Wortes

Warum nehme ich den Luftfilterkasten nicht ganz ab?
Ganz einfach, es hat sich (in Peckfitz) bewährt das Leergehäuse als Wasserabscheider zu behalten, denn nach dem letzen "Tauchausflug" in Peckfitz fand sich dort trotz hochgelegtem Luftansaugstutzen jede Menge Wasser.....

Nur - mein BCB ist nicht abgesoffen....