HARDTOP

Na klar - wenn ich schon mal dabei bin das Cockpit umzubauen kann ich auch gleich noch das
Hardtop für den Buggy laminieren...

Aufbau des Hardtops
Neue Lackierung

Leider habe ich im Eifer des Gefechts ganz vergessen die ersten Baustufenphotos zu machen, aber bis hierher wird es auch eine Text-Erklärung tun - oder ?

Mein BCB hat - anders als das standard-modell - einen runden Überrollbügel.
Den habe ich mir seinerzeit geordert, weil ich genau diesen Umbau schon im Kopf hatte - und die entsprechenden 7cm mehr Kopffreiheit dafür brauchte.

Was soll also alles integriert werden ?

- Solarzellen + Solarladeregler
- Lautsprecher 2-Wege + Verstärker
- 3.(+4.) Bremsleuchte
- 2L Wasserbehälter für die Wüste? (ob das klappt?)
- Elektrik für die Zusatzscheinwerfer....
- Showbeleuchtung...

...man muß ja Träume haben....

Weil das HardTop weiterhin abnehmbar sein soll/muß ist etwas Denkarbeit gefragt...

Zuerst habe ich eine Styrodurplatte von unten am Dach befestigt und mit Klebeband beklebt, weil Styrodur ebenfalls nicht Polyester-Resistent ist.

Von der Schutzummantelung habe ich den Gummianteil über die Holme gesteckt. Darunter mit Styro die Öffnung verschlossen und ebenfalls alles mit Tape abgeklebt.
Gleiches gilt übrigends auch für den Mittelholm

Ich habe die Fläche mit "Moosgummiplatten" nach vorne bis über den Spiegelhalter und die Arbeitsscheinwerfer verlängert, da diese nachher voll integriert werden sollen.

Hier im Bild habe ich schon "Gelcoat" aufgebracht (s.auch hier) um mir nachher die Lackierarbeit zu erleichtern.

Wichtig auch hier: Vorher Trennwachs oder Trennlack aufbringen, damit sich nachher das Gelcoat sauber vom Tesafilm löst.

Seitlich habe ich die Form über die Arbeitsscheinwerfer hinaus nach unten zum Rahmen verlängert (Mossgummiplatte).

Die Form steht hier weit nach vorne über - später fallen da noch ca 5cm weg. Auch hier das "Mehr" ist notwendig wie ihr später sehen werdet.

Hier ist die erst Lage Gewebe aufgebracht - wohlgemerkt sobald das Gelcoat angezogen hat - also hart - aber noch klebrig ist.
Verpasst man diesen Zeitpunkt muß maß erst wieder "anschleifen"...

Und was soll das ?

Ok, der Dachhimmel soll ja später noch ein paar wasserfeste Laustprecher aufnehmen und muß daher stabil sein. Am einfachsten - ohne riesigen Lagenaufbau erreicht man das in Sandwichbauweise - also man erhöht die Dicke durch "Sandwich"... ;-))
Idealerweise nimmt man "Waben", aber das will ja keiner (ich jedenfalls nicht) bezahlen.

Also habe ich - mit reichlich Harz zum Tränken -
Schrankwand-Rückenplatte (Presspappe) genommen

So sieht das ganze dann nach dem Pressen (s.o.) aus.

Unten wie oben liegen 2 Lagen 300g/m² Glassgewebe. Desgelichen habe ich hier bereits über die 3 Holme hinweglaminiert.
Das Ganze ist ja erst der "Boden" des Hartops und muß nocht nicht perfekt sein.

Später habe ich vor in die "Taschen" unter den Seitenholmen mit LED-Beleuchtung auszustatten....
A bisserl Effekt halt...

So werden (sollen) die Solarzellen später integriert sein.
(Blick von hinten)

Um die Oberschale des Hardtops bauen zu können muß ich jetzt eine "Form" dafür anfertigen, die aber gleichzeitig die Solarzellen ausspart. ? ... Wie bitte geht das denn ?

Damit das klappt, mußte ich die Solarzellen seitlich und unten mit einem Laminat-Ersatz versehen - um die spätere Laminatdicke zu simulieren...

... hier noch vage sichtbar durch die "Trennfolie" (gelber Sack). Klar - ihr ahnt es schon, die Presspappen-Schrankrückwand mußte dafür herhalten.

Die Form für die Oberschale ergibt sich jetzt durch einen "einfachen" Trick - Bauschaum.

Nachdem alles fixiert und beschwert - und der Rest sorgsam abgedeckt - ist, kommt in den Holraum 1K (wichtig) Bauschaum.
Der quillt dann überall hin - unteranderem auch unter und um die verpackten Solarzellen.
Danach heißt es dann "schleifen, schneiden, schleifen...."

Jetzt ist der Buggy erst mal abgedeckt - man kann ja nie wissen wohin der Bauschaum quillt.

Die Plexiglasplatte (mit Folie) dient übrigends als obere Begrenzung im vorderen Bereich = weniger Bearbeiten.

Dann die Styrodurplatte und Gewicht obenrdrauf und
"ab der Schaum".

Ich habe 4 Dosen verbraucht (und brauche wahrscheinlich noch eine 5.) weil der Schaum - entgegen meiner Erwartung - nicht so sehr aufgequollen ist.

Unten: Es quillt noch .... ;-))

Nach der "Formgebung" und dem Laminieren wird später der Schaum wieder aus der Form "rausgeätzt"...

22.-24.02.2008
So, wieder ein Stück weiter...
Man kann sich kaum vorstellen, daß daraus nochmal etwas ansehnliches werden soll.

Als Tipp (für Nachahmer) - Die Menge an Bauschaum war zu viel um im Innernen tatsächlich auszuhärten.
Nehmt also lieber Styrostücke als grobes Füllmaterial und dann weniger Bausschaum - der dann (in Dicken bis 5cm) - auch vernünftig aushärten kann.

So Sieht das dann aus, wenn alles erst mal grob in Form geschnitten ist.

..und so von hinten....

aber deutlich zu viele Löcher im Schaum ...

Also war hier etwas "Feintuning" notwendig, indem ich die Form zusätzlich mit "Depron" abgedeckt und mit Tesa abgeklebt habe.

 

 

 

Die Bilder unten zeigen die fertige "Urform".

So - hier ist die Oberschale schon laminiert, inklusive der Vertiefungen für die Solarzelllen.

Vor dem Laminieren habe ich die gröbten Kanten schon mal mit Polyester-Galsfaserspachtel gefüllt.

Hier folgen jetzt mal ein paar Baustufenphotos von der vorderen Abdeckung über dem rechten Arbeitsscheinwerfer.

links: nach dem Laminieren
unten links:grob die Kontur abgeflext.
unten rechts: erstes Grobspachteln und verschleifen

2. Reihe: Hardtop abnehmen / Überblick

   


So sieht das also jetzt aus....

Allerdings ist das noch nicht das "richtige Blau", sondern "Sprühdosen-Metallick-blau".
Nach der Sahara-Tour ist aslo nochmals Feinschliff, Feinspachteln und neu lackieren angesagt.

Die Solarzellen sind übrigends mit transparentem Silikon eingefasst.

22.04.2008

So, nachdem die Wüste das Dach so richtig schön ausgebleicht hat , mußt jetzt mal (probeweise) der
für den BCB angemischte Lack drauf.

Ok, das hier ist nicht das Hardtop, aber erst mal mein Farbvergleich mit dem Originallack.

Diese Stelle hatte ich mir ja beim Pegnitz-Rennen gründlich verbeult und da mußte jetzt erst mal Lack drauf. Da bot es sich an die Farbe mal im direkten Vergleich zu testen.

Wie man sehen kann, ist der neue Lack etwas rot-stichiger als der Originallack - und einen Tacken dunkler und mit weniger "Glitzer"...

Da werde ich wohl noch mal "mischen" müssen...

 

Trotzdem habe ich das Hardtop neu lackiert - allerdings ohne mir vorher die Mühe zumachen nochmals zu spachteln (ähöm)...

Außerdem habe ich jetzt den Rand der Solartzellen mitlackiert - sieht irgendwie besser aus....

in der Gesamtansicht sieht das doch gar nicht so "falsch" aus....