Cockpit-Umbau

Update 03.08.2009

Hier werde ich Euch Stück für Stück meinen Cockpit-Umbau näher bringen.
Das ist ein ziemliches Riesenprojekt, was nicht nur die Elektrik, sondern auch das Cockpit selber mit einem Neubau aud GFK betrifft.
Neubau stimmt nur bedingt, es ist eher eine "Ergänzung" des modifizierten, bestehenden Cockpits.
Allerdings wird so ziemlich jedes Kabel - sofern möglich - ausgetauscht (dicker) und die Kabelstränge optimiert und gleichzeitig zusätzliche Instrumente eingebaut.

Ok, SO soll das dann natürlich nicht aussehen, aber es gibt einen guten Einblick in das zu verwaltende Kabel-Chaos.

 

 

 

 

Hier schon mal ein Bild wie das ungefähr aussehen wird.
Ein Vorbau, optisch den Linien des Buggys angepasst zur Aufnahme von Drehzahlmesser, 2x Voltmeter (2 Batterien), 2x freier Platz für "Was auch immer", und ein Einschub für das Mobile Navi.
Vorne kommt (noch nicht im Bild) eine seitliche Cockpiterweiterung zum bestehenden Teil, wobei der Handgriff aber weiter nutzbar bleiben wird.
In diesen Teil kommen noch ein paar Schalter für die diversen "Zusatzverbraucher" (Arbeitsscheinwerfer).
Den Aufbau beschreibe ich später hier (link folgt)

So sieht das ganze bisher von vorne aus.
Ist aber bisher nur ein Rohmodell um sich vorzustellen wie es mal aussehen könnte.
Als erstes habe ich mal mein unzuverlässiges Zündschloß abgeschafft und durch einen "Kill-switch" für die Zündung und einen Startknopf ersetzt.
Letzteres funktionierte nämlich nur noch mit reichlich WD40 und das war mit zu heikel.
Der "Kill-Switch" wiederum ist (bei mir) über die Alarmanalge vor Mißbrauch abgesichert.

Netterweise ist der Kill-Switch auch noch mit LED-Beleuchtung versehen, die in der jetzigen Einbauposition allerings hinter dem Lenkrad veschwindet - was gut so ist.

Von diesen Kill-Switches habe ich beim Auktionshaus Nr.1 gleich 5 zusätzliche für "kleinstes" Geld bekommen...

Hier meine beiden Voltmeter, deren Beleuchtung auch erst mit der Zündung angeht und die ansonsten schwarz sind.

15.02.2008 - So, jetzt gehts mal ein Stück weiter.
Leider hatte ich in letzter Zeit nicht wirklich Zeit das Projekt voranzutreiben.

Ok - zuerst muß mal die Unterseite des neuen Cockpits gefertigt werden. Dazu einfach den Bereich, den das Cockpit abdecken soll mit zugeschnittenen Styroporstücken abdecken. Eingepasste Stücke einfach mit Klebefilm an entsprechender Position fixieren und danach komplett flächig mit Klebeband abkleben
- Styropor löst sich bei Polyesterhatz auf!

Das die "Cockpitergänzung" sich ins bestehende Cockpit einfügen soll muß also auch das Plastikteil mit abgetaped werden. Danach das Ganze mit einem Trennlack (aus dem Modellbau) bestreichen, damit sich die form später sauber lösen kann.

Danach habe ich Polyesterharz angerührt, mit Thixiotropiermittel (Verdicker) eingedickt und mit weißer Farbpaste eingefärbt. Idealerweise spart man sich später so einen Lackiervorgang - oder wie hier,da Falten im der Klebefolie nicht auszuschließen sind , zumindest etwas Arbeit.

Nachdem das "Gelcoat" (relativ dicke Schicht eingedicktes Harz) angetrocknet, nicht durchgetrocknet ist (soll noch kleben), kann man die ersten Lagen Glasgewebe auflegen und laminieren.
Ich habe 160g/m² Leinen für die Rundungen und 300g /m² Köper für die Flächen verwendet.

Es reicht das Ganze relativ großflächig zu laminieren, denn später wird noch "getrimmt" - also passend geschnitten.

So sieht das "Chaos" jetzt aus. Ich habe die ganze Fläche der rechten Seite laminiert - obwohl ich später die Hand-Halterung auf der Beifahrerseite noch nutzen können möchte.
Weiter unten seht ihr warum ich das gemacht habe.

Jetzt steht wieder ein Menge Schleifarbeit an.
Im Vordergrund die seitliche Vergrößerung des eigentlichen Cockpits, in das ich später noch (Kill-Switch" - Schalter einbauen will.
Der dreieckige Block ist aus sehr festem Styrodur und die braunen Abdeckungen (später Wetterschutz)
aus Presspappe (Schrankrückwand-Pappe)

Im Hintergrund die noch rohe Urform des Zusatz-Cockpits für die Rundinstrumente und NAVI....

Viel Schleifen später.....
...sieht die Urform schon so aus. Zum Schleifen habe ich meinen Dremel auf niedriger Drehzahl laufen lassen. Das sehr harte Material ließ sich so relativ gut bearbeiten.

Noch viel Schleifarbeit später.....

...und auch schon laminiert
Auch hier gilt: Abkleben! mit Klebeband
Ich habs natürlich promt vergessen....
Wer genau hinschaut, kann sehen, daß ein Teil des Styros "eingefallen" ist (weggeätzt). Das bedeutet viel Spachtelarbeit, die ich mir, hätte ich aufgepasst, hätte sparen können.
Zum Glück ist das Laminat fest geworden bevor alles kollabiert ist.... Grrrrr.....

Wie man sieht hatte es einen Grund zuerst großflächig zu laminieren. Die Überstände dienen als "Verbindung" zum Cockpit.

Die feinen Konturen habe ich mit 40g/m² Glasgewebe laminiert, die Übergänge mit 160g/m² und dann noch die Flächen mit 300g/m².

Die große Fläche des Zusatzcockpits ist hier noch nicht laminiert...DIE habe ich dann doch erst noch mit Klebeband abgeklebt, weil ich mir das keine "Beulen" leisten kann...

Die Grundform steht - aber jetzt kommt das "Feintuning" mit Spachtelmasse um die (blödsinnigerweise durch Unüberlegtheit verursachten) Beulen wieder zu kompensieren.

Und dann - Ihr ahnt es - Schleifen.....

So sieht das jetzt gespachtelt aus.
Anhand der Färbung der Spachtelmasse könnt ihr erahnen wie VIEL Spachtelmasse ich benötigt habe um die Beulen zu verarzten.

Rechts habe ich schon angefangen zu schleifen.

Man kann zumindest schon mal erahnen worauf das Ganze herauslaufen soll...

Ditto - viel Spachtel

Jetzt kann man auch erkennen, warum ich die Grundfläche komplett laminiert habe.
Zusammen mit der "Wetterschutzabdeckung" bildet das Ganze jetzt eine "Tasche" in die ich die Schalter relativ geschützt einbauen kann.

Trotzdem wird der vordere Teil der Grundplatte auf Höhe der Abdeckung abgetrennt und damit wird der "Griff" wieder nutzbar.

Jedem Elektriker wird bei diesem Bild schlecht
- mir auch !

Aber leider mußte ich im Zuge des Umbaus meine über die Zeit "gesammelten E-Werke" komplett neu verdrahten, weil ja ein Teil dessen, was bisher im "Standard-Cockpit" verbaut wurde jetzt ins neue Cockpit sollte.

Dazu gehört neben obigem, bereits genanntem Equipment auch noch die Alarmanlage - und dann soll alles noch sauber "trennbar" sein

Nach etlicher Arbeit sieht das schon etwas ansehnlicher - wenn auch vielleicht mit professionell - aus.

So läßt sich jetzt die gesamte Cockpiteinheit von der BCB-Elektrik abtrennen.
(Über den/die Stecker - nicht die Lüsterklemmen)

Nebenbei habe ich auch den "Startmechanismus" (Kill-Switch + Startknopf) mit Hilfe der Alarmanlage abgesichert.

SEEEHHR viel Arbeit später sieht das Cockpit jetzt so aus....
Allerdings ist das immer noch "provisorisch", da der letzte Feinschliff und das Spachteln fehlt, aber ich mußte aus Zeitgründen (Wüstentour) erst mal einen Farbauftrag aus der Sprühdose verpassen - ich wollte ja schließlich nicht mit einem Rohbau los...

Es gibt noch viel zu tun. Ich werde demnächst weiter berichten....

Wow - lange her, aber inzwischen hat sich einiges getan

Im Zuge der Neulackierung des BCB habe ich auch deas Cockpit überarbeitet.

Die gesamte Elektrik wurde jetzt fest verlötet, eine neue , wasserdichte Steckverbindung von Cockpit zu BCB-Elektrik geschaffen, die Instrumente nach rechts verrückt und ein NAVI eingebaut.
Die Audioasgaber erfolg über meine Lautsprecher im Dachhimmel.

Hier sieht man die 3x6 poligen Stecker + die Audio-Steckverbindung.

Ich kann jetzt relativ leicht das Cockpit abnehmen ohne die ganzen Einzelstrippen zu trennen.

Das gin zwar auch vorher schon mit einem Multistecker, aber jetzt sind noch zusätlöcihe Funktionen ins Cockpit gewandert, die Ihren Tribut forderten :-)

 

Hie die pssenden, wasserdichten Schalter dazu,
Deren Funktion ist bereits da, sie sind aber noch nicht "belegt"....

Das NAVI ist ein MEDION 3215, das ich mit etwas Software ge-tweakt habe.

Ich kann jetzt nach dem booten entscheiden ob ich NAVI, GPS-Tacho oder den Mediaplayer haben will

So sieht der GPS-TACHO aus, den ich mir nach Anleitung "gebastelt habe"

Es lässt sich so ziemlich alles verändern un den eigenen Wünschen anpassen.

Ich habe mir ein "Tag" und ein "Nacht" Skin gebastelt

Das NAVI ist von der Fahrerposition optimal einzusehen und da die Sprachausgabe direkt über meinem Kopf erfolgt hört man auch die Ansagen.

Das mein Tacho immernoch 2580km anzeigt sollte Euch nicht stören, der tut es schon seit ~2000km mnicht mehr... uups...

Zu Abschluß noch mal die Fahrer-Perspektive...

Alles optimal im Blickfeld.